Frauen kämpften im 20. Jahrhundert um Frieden, Freiheit und Recht - Teil 1

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„Ich nahm die rote Fahne und schrie ‚Hoch der Friede und die Revolution’!“

„Was saß denn da neben dem immer geistreichen Kurt Eisner? Vor allem kriegsmüde Proletarierinnen, Frauen mit zerarbeiteten Händen und entschlossenen Augen. Sie waren die Nüchternsten, die Mutigsten,“ so schilderte Oskar Maria Graf die durch den Krieg politisierten Arbeiterinnen, die sich den Kriegsgegnern anschlossen. Von den bürgerlichen Frauenrechtlerinnen hatten sich nur radikale Pazifistinnen wie Lida Gustava Heymann und Anita Augspurg gegen den nationalen Wahn gestellt und internationale Verbindungen zu anderen Friedensaktivistinnen geknüpft – dabei staatliche Verfolgung in Kauf nehmend. Als das Ende des Krieges endlich da war, kämpften viele Frauen mit in der bayerischen Revolution und in der kurzen Zeit der Münchner Räterepublik.

Wie sah ihre politische Beteiligung an den Räten aus? Teilten alle revolutionären Anhänger die „gleiche Sehnsucht nach Befreiung von jeder Knechtschaft, nach Freiheit und Gerechtigkeit von Mann und Frau“? In dem Vortrag werden die Protagonistinnen der bayerischen Revolution vorgestellt und das weit reichende Spektrum ihrer frauenpolitischen Aktivitäten aufgezeigt sowie die Chancen und Möglichkeiten der Räterepublik für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen diskutiert. Eine spannende Suche nach Frauen zwischen Hochstimmung, Heimatfront und Hungerrevolten im und nach dem Ersten Weltkrieg.

Anmeldungen an: brunhilde.bialas@verdi.de

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